Entspannungstherapien & Stressbewältigung



„In der Ruhe liegt die Kraft“ Konfuzius



Effektive Selbsthilfemethoden: Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation

Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen der Alltag immer mehr abverlangt? Sind Sie durch die stetig wachsende Informationsflut und Reizüberflutung zunehmend gestresster? Dann bieten Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation als übende Verfahren eine wunderbare Unterstützung der Therapie.


Autogenes Training – nach Prof. Dr. J. H. Schulz

Diese sanfte Form der Selbstzentrierung wirkt sich durch Autosuggestion positiv auf Gedanken, Emotionen und Körper aus. Im Unterschied zur Hypnose, bei der ein Anleiter von außen einen Impuls setzt, entsteht hier der Anstoß zur Optimierung von innen heraus. Autogenes Training ist eine Interventionsmöglichkeit, die erlernt und anschließend jederzeit eigenständig genutzt werden kann. Ziel des Autogenen Trainings ist die Ausbalancierung von physischer und psychischer Disharmonie. Durch diese wiederhergestellte Balance werden körperliche Beschwerden, Schmerzen und Stress gelindert und der Heilungsverlauf günstig beeinflusst. Sie erlangen schnell neue Energie und Kraft, steigern Ihre Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung und nutzen so Ihre Ressourcen aktiver und stärker. Durch die Bewusstwerdung des eigenen Potentials entwickelt sich die gesamte Persönlichkeit erfolgreich in eine positive Richtung. Selbstbewusstsein, Optimismus und zielorientierte Tatkraft werden stärker. Das wirkt sich wiederum vorteilhaft auf die Beziehung zu den Mitmenschen aus und führt generell zu einer positiveren Resonanz.



Indikationsbereiche für Autogenes Training:

Autoimmunerkrankungen, Allergien, Bluthochdruck, chronische Schmerzen, Hautprobleme, Herzbeschwerden, Immunschwäche und Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Migräne, PMS, Raucherentwöhnung, Reizdarmsyndrom, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schmerzen, Schulter- und Nackenverspannungen, Tinnitus, Übergewicht, Wechseljahre und Krisen, Konzentration- und Leistungsschwäche, Selbstwertstörungen, Ängste und Zwänge, Depressionen, Verlust und Trauer, Liebeskummer, innere Blockaden, psychosomatische Beschwerden u. v. m.



Progressive Muskelrelaxation nach Edmund Jacobson

Bei dieser Entspannungsmethode wird mittels bewusster An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein tiefer Entspannungszustand des ganzen Körpers erreicht. Die Zentrierung des Patienten wird dabei auf den ständigen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und den sich daraus ergebenen Empfindungen und Bewusstwerdungen, die mit der Übung einhergehen. Schon nach kurzer Zeit wird tiefe Entspannung empfunden. Nach einem speziellen Schema werden die einzelnen Muskelpartien zunächst angespannt, die Spannung kurz gehalten und anschließend wieder gelöst, wodurch der Muskel ermüdet wird.

Da der heutige anhaltende Zivilisationsstress mancher Menschen vom Gehirn als ständige Bedrohung wahrgenommen wird und sich der Körper daraus resultierend in einem kontinuierlichen Alarmzustand befindet, kann es im fortschreitenden Stadium zu chronischer Erschöpfung führen. Dieser Zustand führt, wissenschaftlich erwiesen, zur Disbalance von Immunsystem, Kreislauf, Nerven und Psyche. Es ist wichtig einen Weg zu generieren, welcher Stress und Anspannung abbaut. Hier setzt Progrssive Muskelrelaxation an. Die Folge von Progressiver Muskelrelaxation ist ein Absinken der Muskelspannung unter Normalmaß, wodurch sich ein Ruhezustand einstellt und Stress aufgelöst wird. Die Parasympathikusaktivität (Entspannungsreaktion) steigt, während gleichzeitig die Sympathikusaktivität (Stressreaktion) abnimmt.



Indikationsbereiche für Progressiver Muskelrelaxation:

Angststörungen, Zwangsstörungen, Depressionen, agitierter Depression, psychosomatischen Beschwerden, Rückenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Stress, Nervosität, innere Unruhe, Verdauungsprobleme, Migräne u. v. m.